Sonntag, 12. Januar 2014
Björnskot
Nach dem Essen sind wir nach Björnskot gefahren. Vesturkot und Björnskot liegen sehr dicht beieinander. Insgesamt kann man sich dieses "Gebiet" in dem ich wohne ein bisschen wie in Bullerbü vorstellen. Wenn man von der, sagen wir, "großen Straße" abbiegt kommt man auf eine geschotterte Straße die ins Nirgendwo führt. Hier bei uns im Nirgendwo gibt es eine Kirche und wenn ich mich nicht verzählt habe 5 größere und kleiner Höfe. Diese kleine Gemeinschaft heißt Olafsvellir. Benannt nach dem ersten Hof, der hier gebaut wurde.
Hier auf Björnskot gibt es Bullen, Kälber, Rinder, Katzen, Pferde, einen Hund, Hühner und Schafe. Und wenn ich Schafe sage, meine ich nicht 10 oder 15, dann meine ich 117 Schafe.
Wie gut, dass ich schon fleißig in meinem Reiseführer gelesen habe und mich auf diese Reise vorbereitet habe. Somit habe ich mir das erste Fettnäpfchen erspart, mit Schuhen in das Haus zu stiefeln. Denn auf Island ist es ein absolutes "no go" ein Haus mit Schuhen zu betreten. Die Schuhe müssen entweder vor der Tür oder direkt im Eingangsbereich ausgezogen werden. Ausgeschlossen sind natürlich Pumps.

*Sehr witzig übrigens, dass es sogar Spikes für Pumps gibt. Hat Krístin mir gezeigt. Damit du auch im tiefsten Winter bei Glatteis in hochhackigen Schuhen laufen kannst*

Von der Straße aus sah das Wohnhaus schon so groß aus, aber als man erstmal drin war konnte man erst sehen wie groß es wirklich ist. Óli und Harpa haben den Hof erst 2000 gekauft und sind entsprechend noch immer am renovieren. Man sieht, dass längst noch nicht alles fertig ist, aber das stört eigentlich nicht!

Am Freitag habe ich Elvar kennengelernt. Er ist wirklich süß! Aber es wird eine ganze Weile dauern bis ich ihn richtig verstehen kann. Bis dahin unterhalte ich mich mit Händen und Füßen mit ihm. Das gute ist, dass er wirklich gut mit seiner Behinderung klar kommt und das macht es einfacher. Er erzählt einfach so drauf los und versucht mir alles zu erklären. Dabei sind seine Denkstrukturen recht simpel. Es geht also meistens um das gleiche. Aber wenn ich die Sprache erstmal ein bisschen drauf habe, wird alles einfacher! Na, wir werden sehen wie ich das mit ihm und mir entwickelt.

Habe ich schon erwähnt, dass ein Großteil der amerikanischen und englischen Filme nicht synchronisiert werden! Das ist großartig. Hier laufen ziemlich viele ziemlich coole Serien, die ich ganz entspannt auf englisch gucken kann und nebenbei mit dem Untertitel noch isländisch lernen. Dass "ekkki" nicht oder kein heißt oder "hèrna" hier, habe ich ganz alleine rausgefunden. Schön ist auch, dass die Isländer sich nicht die Mühe machen nachts für die Nachrichten noch jemanden vor die Kamera zu stellen, sondern, dass die Nachrichten einfach ohne Bild vorgetragen werden.

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