Sonntag, 22. Juni 2014
Start ist um 9 Uhr! Also irgendwann zwischen 10 und 12! Was?
kleini-klein, 22:49h
Manchmal hab ich das Gefühl, dass die mangelnden Sprachkenntnisse nicht das Einzige sind, was mir hier Schwierigkeiten bereiten. Da wäre noch die Tatsache, dass hier einfach alles ganz entspannt gesehen wird. Nicht, dass ich nicht auch entspannt wäre, aber hier ist es einfach noch mal anders. "Da laufen Pferde auf der Straße rum? Ja, ignoriert es einfach!" Wo ich mich allerdings dran gewöhnt habe ist einfach mit dem Essen anzufangen, egal ob schon alle da sind oder peng. Und wer sagt heutzutage denn schon noch Guten Appetit! :D Neulich war Besuch aus Deutschland da und dann haben wir zu dritt gegessen und Birga und ich haben schon gut reingehauen, als Nelli gut erzogen einen guten Appetit wünschte. Das hat für einen guten Lacher gesorgt. - War vermutlich Situationskomik! Aber einfach aufzustehen, bevor alle fertig sind find ich noch immer doof.
Wie auch immer. Zur eigentlichen Geschichte: Letzte Woche waren wir mit 15 Reitern und in Summe 80 Pferden auf einer viertägigen Tour, haben aber immer zu Hause geschlafen. Morgens hat mich dann immer jemand zu Hause abgeholt und am Sonntagabend ging es bei den Herrschaften wohl noch feuchtfröhlich zu. Man hatte mir aber zugesichert, dass ich um neun Uhr abgeholt werden würde. Irgendjemand sagte noch so im Spaß "Dann stell dich auch irgendwann zwischen 10 und 12 ein" Am nächsten Morgen war ich wie es sich gehört um 5 vor 9 fertig. Ja, mein Taxi kam dann um 10... An einem der anderen Tagen lief es ähnlich ab. Wir waren bis um 3 Uhr nachts geritten und wollten uns am nächsten Tag um 11 am Hof treffen. Um 11:30 wurde ich dann angerufen, dass man mich nicht vergessen hätte und dass man mich gleich abholen würde. wir waren um 12:30 am Hof. Und wir waren noch mit die ersten. Da wurden wir deutschen erstmal aufgeklärt, dass 11 Uhr nicht 11 Uhr bedeutet. Danke für den Hinweis. Dass sind dann auf jeden Fall immer die Momente in denen ich mich ziemlich deutsch fühle.
Was ich aber einfach famos finde, ist wie schnell man hier an eine Einladung zum Kaffe kommt. hier bei uns in Björnskot sind andauernd irgendwelche Leute, die einfach mal auf einen Kaffe vorbei kommen. In Vesturkot sowieso! Wenn jemand ein Pferd bringt oder abholt wird zu 80% immer noch mal ein Kaffe getrunken. Und das tolle ist, dass man die Leute dafür nicht mal sonderlich gut kennen muss. Und trotzdem haben sie sich dann eine ganze Menge zu erzählen und es wird nicht nur über das Wetter geredet. Neulich haben Harpa und ich aus der Nähe ein paar ihrer Pferde abgeholt und dann hat uns der Besitzer des Hofs noch zu sich ins Haus auf einen Kaffee eingeladen. Seine Frau hatte Pfannkuchen gemacht und hat kurzerhand noch Skyrkaka aufgetaut. Skyrkaka ist vermutlich der mit Abstand leckerste Kuchen der Welt!! Auf jeden Fall waren wir da bestimmt eine Stunde und ich habe bei weitem nicht alles verstanden, aber es sah ganz danach aus als würden die drei sich schon ewig kennen. Im Auto hat Harpa mir erzählt, dass sie die beiden erst seit dem Ritt kennt. Und jetzt mal ohne Witz, wenn man in Deutschland jemanden auf einen Kaffee zu sich einlädt, den man kaum bis gar nicht kennt, bekommt man doch zu 75% zu hören "Ahh, bin total im Stress!" "Ein andermal." "Nein danke, ich will gleich weiter." Und das liebe ich fast mit am meisten an diesem Land! Und da es auch einfach nur so wenig Menschen sind, kennt sich hier auf dem Land auch fast jeder. Und wenn nicht direkt, dann wenigstens über 3 Ecken. Es ist so einfach sich hier wohl zu fühlen. Jeder ist offen und herzlich und interessiert sich aufrichtig für den anderen. Das gefällt mir!
Wie auch immer. Zur eigentlichen Geschichte: Letzte Woche waren wir mit 15 Reitern und in Summe 80 Pferden auf einer viertägigen Tour, haben aber immer zu Hause geschlafen. Morgens hat mich dann immer jemand zu Hause abgeholt und am Sonntagabend ging es bei den Herrschaften wohl noch feuchtfröhlich zu. Man hatte mir aber zugesichert, dass ich um neun Uhr abgeholt werden würde. Irgendjemand sagte noch so im Spaß "Dann stell dich auch irgendwann zwischen 10 und 12 ein" Am nächsten Morgen war ich wie es sich gehört um 5 vor 9 fertig. Ja, mein Taxi kam dann um 10... An einem der anderen Tagen lief es ähnlich ab. Wir waren bis um 3 Uhr nachts geritten und wollten uns am nächsten Tag um 11 am Hof treffen. Um 11:30 wurde ich dann angerufen, dass man mich nicht vergessen hätte und dass man mich gleich abholen würde. wir waren um 12:30 am Hof. Und wir waren noch mit die ersten. Da wurden wir deutschen erstmal aufgeklärt, dass 11 Uhr nicht 11 Uhr bedeutet. Danke für den Hinweis. Dass sind dann auf jeden Fall immer die Momente in denen ich mich ziemlich deutsch fühle.
Was ich aber einfach famos finde, ist wie schnell man hier an eine Einladung zum Kaffe kommt. hier bei uns in Björnskot sind andauernd irgendwelche Leute, die einfach mal auf einen Kaffe vorbei kommen. In Vesturkot sowieso! Wenn jemand ein Pferd bringt oder abholt wird zu 80% immer noch mal ein Kaffe getrunken. Und das tolle ist, dass man die Leute dafür nicht mal sonderlich gut kennen muss. Und trotzdem haben sie sich dann eine ganze Menge zu erzählen und es wird nicht nur über das Wetter geredet. Neulich haben Harpa und ich aus der Nähe ein paar ihrer Pferde abgeholt und dann hat uns der Besitzer des Hofs noch zu sich ins Haus auf einen Kaffee eingeladen. Seine Frau hatte Pfannkuchen gemacht und hat kurzerhand noch Skyrkaka aufgetaut. Skyrkaka ist vermutlich der mit Abstand leckerste Kuchen der Welt!! Auf jeden Fall waren wir da bestimmt eine Stunde und ich habe bei weitem nicht alles verstanden, aber es sah ganz danach aus als würden die drei sich schon ewig kennen. Im Auto hat Harpa mir erzählt, dass sie die beiden erst seit dem Ritt kennt. Und jetzt mal ohne Witz, wenn man in Deutschland jemanden auf einen Kaffee zu sich einlädt, den man kaum bis gar nicht kennt, bekommt man doch zu 75% zu hören "Ahh, bin total im Stress!" "Ein andermal." "Nein danke, ich will gleich weiter." Und das liebe ich fast mit am meisten an diesem Land! Und da es auch einfach nur so wenig Menschen sind, kennt sich hier auf dem Land auch fast jeder. Und wenn nicht direkt, dann wenigstens über 3 Ecken. Es ist so einfach sich hier wohl zu fühlen. Jeder ist offen und herzlich und interessiert sich aufrichtig für den anderen. Das gefällt mir!