Mittwoch, 25. Juni 2014
Schocktherapie
kleini-klein, 01:13h
Wir alle erinnern uns an den unschönen Vorfall Anfang des Jahres, der mich für einige Monate zurück nach Deutschland und in ein Krankenbett verfrachtet hatte. Dank schnell heilender Knochen, einer großen Portion Glück und guter Therapie bin ich jetzt ja wieder ganz die Alte. Mehr oder weniger. Heute weniger. Denn, nur weil ich wieder durch die Gegend hüpfe als wenn ich keine 20 wäre holt mich die Geschichte doch immer wieder ein. Diesmal unvorbereitet und gleich in dreifacher Ausführung in Form von drei kläffenden Kötern. Noch mal für alle: Ich bin damals unterm Pferd gelandet, weil ein Hund in die Halle gerannt kam. Entsprechend bin ich derzeit kein Fan der Pferd und Reiter - fremder Hund - Kombi. Schon gar nicht wenn die Biester wie verrückt und wild bellenderweise um dich und dein Pferd rennen. Wir mussten heute nämlich ein Paar Pferde zu Pferd umtreiben. Und dabei haben uns die Hunde vom Nachbarhof ungefragt geholfen. Dabei haben sie nicht nur die Herde sondern auch den lieben Wallach den ich geritten bin ziemlich verrückt gemacht. Und da ich hinten geritten bin war er eh schon ziemlich heiß, weil er hinterher wollte. Dass er hinterher will passiert öfter mal, aber der Tatsache geschuldet, dass die Hunde einen Höllenlärm gemacht haben und ich vermutlich nicht mehr geatmet habe, konnte ich ihn leider weder bremsen noch lenken. Und DAS war ein unglaublich beschissenes Gefühl. Und schwuppdiwupp war da in meinem Kopf wieder das Szenario ausm Januar und mich überkam ein leichtes Gefühl von Panik! Nach dieser Geschichte hätte ich auf jeden Fall einen Schnaps gebrauchen können. Gerne auch zwei! Ja, das war ein bisschen zu viel für die kleine Inken. Während ich da nach dieser Aktion in der Stallgasse stand und meine Beine wie Wackelpudding waren, hatten die Isländer nur ein Lächeln für mich über das ausgedrückt hat: "Haha! Das war doch nichts! Dir gehts gut und das waren nur Hunde! Und irgendwann bremst son Pferd immer." Normalerweise denk ich ja auch so, aber das war in dem Moment so gar nicht das was ich brauchte. Aber zum Glück war Birga da, denn eine Umarmung hatte ich in dem Moment mehr als nötig, auch wenn ich es nie zugegeben hätte.